Eingewöhnungskonzept für Kinder über 3 Jahre

  • Anmeldung

Bei der Anmeldung erhalten die Eltern eine Führung durch unser Haus. Dabei erläutern wir bereits unsere Schwerpunkte und Besonderheiten.

  • Schnuppertag

Je nachdem finden 1 – 2 Schnuppernachmittage statt. Am Nachmittag darf das neue Kind mit den Eltern oder einem Elternteil den Kindergarten besuchen. Es verbringt den ganzen Nachmittag in der Einrichtung. Während dieser Zeit beschäftigt sich eine Erzieherin mit dem Kind. Die Andere führt ein Informationsgespräch mit den Eltern. Dabei werden nochmals viele Informationen erläutert, die die Eltern im Vorfeld als Informationsbroschüre erhalten haben. Des Weiteren versuchen wir alle Fragen zu beantworten und die Ängste der Eltern ernst zu nehmen. Durch eine große Transparenz unserer Arbeit geben wir den Eltern Sicherheit.

  • Erster Kindergartentag

Der erste Kindergartentag ist ein wichtiges Ereignis für alle Kinder. Deshalb nehmen wir maximal 2 neue Kinder an einem Tag in die Kindergartengruppe auf. Dadurch hat das pädagogische Personal Zeit, sich um jedes neue Kind und dessen Eltern intensiv zu kümmern.

  • Eingewöhnungsgespräch

Nach 8 Wochen führen wir mit den Eltern ein Eingewöhnungsgespräch

Eingewöhnungskonzept für Kinder unter 3 Jahren

In unserer Einrichtung werden Kinder bereits ab 2 Jahren aufgenommen. Dies ist sowohl in der Regelgruppe, bei der Gruppe mit den verlängerten Öffnungszeiten, als auch in der Ganztagesgruppe möglich.

Eingewöhnungskonzept

Der Eintritt in den Kindergarten stellt für alle Kinder eine besondere Herausforderung dar. Das Verlassen des familiären Umfelds, das Finden von neuen Bezugspersonen und das Orientieren in dem neuen Umfeld ist ein wichtiger Schritt in der Entwicklung des Kindes. Besonders vor dem Erreichen des 4. Lebensjahres spielen Bindung und Beziehung zu einer Bezugsperson eine bedeutende Rolle. Die Eltern sind bisher die wichtigsten Bindungspersonen für das Kind und nun steht das Kind vor der Herausforderung, eine weitere Beziehung zu entwickeln, um auch im Kindergarten vertrauensvolle Ansprechpartner zu haben. Dieser Übergang erfordert viel Unterstützung und Zeit sowohl von den Eltern als auch von uns Erzieherinnen. Nur durch die Anwesenheit der Eltern während der Eingewöhnungsphase im Kindergarten kann sich das Kind auf eine neue Beziehung zu uns Erzieherinnen einlassen um gelungen den Übergang zwischen Familie und Kindergarten zu meistern.
Speziell für Kinder unter 3 Jahren haben wir deshalb ein Aufnahme- und Eingewöhungskonzept erstellt um gezielt die Bedürfnisse des Kindes aufzugreifen.

Dieses Konzept sieht eine zweiwöchige Anwesenheit der eingewöhnenden Person im Kindergarten vor. Bitte berücksichtigen Sie dies gegebenenfalls bei Ihrer Urlaubsplanung.

Im Folgenden möchten wir weitere Inhalte des Konzepts beschreiben und Ihnen aufzeigen, wo wir auf Ihre zuverlässige Mitwirkung angewiesen sind.

  1. Schnuppernachmittag

Vor der Aufnahme in den Kindergarten kommen Sie mit Ihrem Kind zum „Schnuppern“ in den Kindergarten. Ihr Kind bekommt hier die Möglichkeit, sich in einer ruhigeren Atmosphäre am Nachmittag einen ersten Eindruck zu machen und uns Erzieherinnen kennenzulernen.

  1. Anwesenheit im Kindergarten

In den ersten Tagen nach der Aufnahme genügt es, wenn Sie mit Ihrem Kind nur ein bis zwei Stunden im Kindergarten sind. Zu welcher Uhrzeit Sie und Ihr Kind kommen, können wir individuell festlegen, jedoch sollte der Zeitpunkt jeden Tag gleich sein, um dem Kind eine gewisse Regelmäßigkeit zu bieten. Das Kind erfährt hierdurch die gleichen Abläufe und Rituale, die ihm Sicherheit geben. Die Dauer der Anwesenheit wird mit der Zeit verlängert, wenn die Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen ist.

  1. Verhalten im Kindergarten

Wenn Sie sich mit dem Kind im Gruppenraum aufhalten seien Sie einfach da. Das heißt, dass Ihr Kind jederzeit zu Ihnen kommen kann, wenn es Sie braucht. Setzen Sie sich im Gruppenraum gut sichtbar für das Kind hin und nehmen sie eine beobachtende Rolle ein. Lassen Sie Ihr Kind kommen und gehen wenn es möchte, drängen Sie es jedoch nicht zu einem bestimmten Verhalten.

Unternehmen Sie in den ersten Tagen auf keinen Fall einen Trennungsversuch. Eine Trennung in den ersten Tagen verunsichert das Kind nur unnötig und kann die Eingewöhnungsphase negativ beeinflussen. Auch wenn Sie nur kurz den Raum verlassen möchten, nehmen Sie Ihr Kind mit.

  1. Kontaktaufnahme zu Erzieherinnen und Kindern

Unterstützen Sie das Interesse Ihres Kindes an uns Erzieherinnen und den anderen Kindern. In den ersten Tagen werden wir Erzieherinnen uns zunächst beobachtend und zurückhaltend verhalten. Für Ihr Kind ist es wichtig uns zu sehen und vertraut mit unserer Anwesenheit zu werden. Wir werden uns Ihrem Kind langsam durch kleine Spielangebote nähern und versuchen Kontakt aufzubauen. Das Kind soll sich sicher fühlen, wenn wir anwesend sind. Dies wird gezielt unterstützt indem wir Sie und Ihr Kind begleiten und auch bei alltäglichen Dingen wie, z.B. dem Wickeln und Füttern, im Blickfeld des Kindes sind. Ab dem zweiten Tag sollten Sie diese ihm vertrauten Aktivitäten in der Einrichtung gemeinsam mit der Bezugserzieherin durchführen, um Ihrem Kind die Gelegenheit zu geben, die Abläufe auch mit dem Kindergarten in Verbindung zu bringen. So können die Erzieherinnen diese Aufgaben später übernehmen.

Um Ihrem Kind den Kontakt zu uns Erzieherinnen und anderen Kindern zu erleichtern ist es wichtig, dass sie eine positive Vorbildrolle einnehmen. Wenn Eltern und Erzieherinnen entspannt und freundlich miteinander umgehen, registriert das Kind dies und kann selbst entspannter in die Beziehung gehen. Das Selbe gilt für andere Kinder. Sprechen Sie mit ihnen, verhalten Sie sich offen und erleichtern Sie so Ihrem Kind den Zugang.

  1. Erster Trennungsversuch

Ab dem vierten Tag ist ein erster Trennungsversuch möglich. Wir werden Ihnen voraussichtlich vorschlagen den Raum nach Absprache mit Ihrem Kind kurz zu verlassen. Wichtig ist dabei, dass Sie in jedem Fall gehen, auch wenn Ihr Kind zu Weinen beginnt! Bleiben Sie jedoch in der Einrichtung, um jederzeit zurückkehren zu können. Wir werden versuchen Ihr Kind zu trösten und zu beruhigen. Gelingt dies nicht, werden wir Sie wieder in den Raum bitten, damit das Kind erkennt, dass Sie es nicht alleine gelassen haben. Das Verhalten Ihres Kindes in dieser kurzen Trennungszeit gibt uns wichtige Anhaltspunkte darüber wie die weitere Eingewöhnungsphase verlaufen wird. Die Trennungsversuche und die kurze Zeitspanne sollen die nächsten Tage begleiten. Wenn Ihr Kind sich schnell beruhigen lässt und wir den Eindruck haben, dass es sich nun wohlfühlt und eingelebt hat, können Sie die Eingewöhnungsphase als beendet ansehen.

Grundsätzlich für jede Trennung gilt: Gehen Sie nicht ohne sich von Ihrem Kind zu verabschieden. Gestalten Sie den Abschied kurz, um Ihr Kind nicht länger zu belasten als nötig.

  1. Das Ende der Eingewöhnungsphase

Die Eingewöhnungsphase endet in jedem Fall sehr individuell und ist daran zu erkennen, dass Ihr Kind sich von den Erzieherinnen trösten lässt. Das bedeutet allerdings nicht, dass Ihr Kind nicht weint, wenn Sie sich verabschieden. Sein Weinen signalisiert vor allem, dass es möchte, dass Sie mit ihm in der Einrichtung bleiben. Nach Abschluss der Eingewöhnungsphase wird es sich allerdings rasch von uns Erzieherinnen trösten und beruhigen lassen.

  1. Erreichbarkeit der eingewöhnenden Bindungsperson

Während der ersten 6-8 Wochen sollte die eingewöhnende Bindungsperson für die Einrichtung grundsätzlich erreichbar sein. Zwar ist Ihre tägliche Anwesenheit nach Abschluss der Eingewöhnungsphase nicht mehr nötig, jedoch müssen Sie auf jeden Fall für uns erreichbar sein. Das bedeutet auch, sollten Sie bereits wieder erwerbstätig sein, dass sie an Ihrem Arbeitsplatz eine Regelung finden müssen, um im Ernstfall, z.B. wenn sich Ihr Kind wider erwarten nicht trösten lässt oder plötzlich erkrankt, in die Einrichtung kommen können.

Wir sind sicher, dass die Eingewöhnung des Kindes mit der Durchführung dieses Konzepts gut verlaufen wird. Deshalb bestehen wir auch auf die Einhaltung und die damit verbundene Verpflichtungserklärung, die vom Träger, den Eltern und Erzieherinnen unterschrieben wird.